Fairplay statt Powerplay

  • ...wie man/frau Machtspiele erkennt und aussteigt I Theorie-Praxis-Modul

Macht ist zunächst die "Power" sich selbst, dem Gegenüber und Situationen kraftvoll  zu begegnen, sie zu gestalten, zu kontrollieren und dadurch erfolgreich zu sein.

Erst wenn Macht bewusst eingesetzt wird, um zum eigenen Nutzen das Verhalten einer anderen Person zu beherrschen und kontrollieren, kommt es zum Machtmissbrauch, zum Powerplay.

Powerplay ist also ein Manöver, durch das ein Mensch einem anderen etwas zu entlocken versucht, statt direkt danach zu fragen. Es wird benutzt wenn wir glauben, dass wir offen nichts ausrichten können bzw. wenn wir von jemand etwas haben wollen und – zu Recht oder Unrecht – vermuten, dass uns der Andere das Gewünschte nicht so einfach oder freiwillig gibt.

Dann geht es in erster Linie darum sich durchzusetzen, Einfluss zu nehmen, das Gesicht zu wahren und Recht zu haben – in persönlichen, beruflichen oder gesellschaftlichen Beziehungen.

Nach Claude Steiner gibt es zwei Varianten um mit vorhandener Macht umzugehen. Eine destruktive Form, den oben beschriebenen Machtmissbrauch oder Powerplay. Machtgewinn beruht dabei auf einem Verlust des Anderen.

Eine andere, konstruktive Form beruht nach C. Steiner auf gegenseitiger Wertschätzung. Forderungen werden dabei offen und ohne Furcht auf den Tisch gelegt, Geben und Nehmen erfolgt ohne einander in eine Klemme zu bringen, Basis ist Kooperation und beide Seiten haben einen  Gewinn.

 

Inhalte

Im Seminar werden die TeilnehmerInnen den Weg vom Powerplay hin zum Fairplay oder  konstruktiven Machtumgang kennenlernen und erproben.

Das heißt im ersten Schritt lernen, Signale von Machtmissbrauch zu erkennen und sie von konstruktiver Macht zu unterscheiden. Hierfür werden die Konzepte von Macht und Machtmissbrauch nach C. Steiner und Grundkonzepte der TA als hilfreiche Landkarte präsentiert. Anhand von Beispielen werden die TeilnehmerInnen Anzeichen und Formen von Machtmissbrauch und Powerplay kennen und erkennen lernen.

Ziel ist zukünftig Machtspielen begegnen zu können und konstruktiv damit umgehen zu lernen. Hierfür werden anhand von Übungen oder mitgebrachten Situationen alternative Verhaltensweisen und Ausstiege erprobt.

 

Zielgruppe

Personen, die in unterschiedlichsten Kontexten, als Professionelle oder Ehrenamtliche, im Profit- und Non-Profitbereich ihre Kompetenz im Umgang mit Macht erweitern wollen.

Voraussetzung zur Teilnahme ist der Einführungskurs in die TA (101).

Methodisches Vorgehen

Die Theorieeinheiten basieren auf den genannten Konzepten zu Powerplay/ Machtmissbrauch (C. Steiner, J. Kreyenberg) und den Grundlagenmodellen der TA aus dem Einführungskurs der Transaktionsanalyse (101). Daneben gibt es vertiefende Übungen und Impulse zur Selbsterfahrung und Reflexion.

 

Anerkennung für weiterführende TA-Weiterbildung

Das Seminar ist für die weiterführende TA-Ausbildung anrechenbar. Darüber hinaus ist es ein Baustein der TA-Fortbildungsreihe von fortbildung1.de/DGTA, die zu dem Abschluss „Psychosoziale Beratung auf Basis der Transaktionsanalyse (fortbildung1.de/DGTA)“ führt.

Es ist jedoch auch unabhängig von beiden weiterführenden Abschlüssen buchbar.

Dozentin

Karin Marona
Karin MaronaDipl.-Sozialpädagogin

Kosten

250,- Euro

 

Termin

Fr., 07.02. - Sa., 08.02.2020

 

Seminarzeiten

Freitag: 16:00 - 21:30 Uhr
Samstag: 09:30 - 18:00 Uhr

 

Unterrichtseinheiten

16

 

Mindestteilnehmerzahl

10 Personen

 

Veranstaltungsort

fortbildung1.de

 

Voraussetzung

Kurs 101