Einführung Schematherapie in Stuttgart

  • akkreditierte Fortbildung

In den 10 Jahren seit ihrer Einführung in Deutschland hat sich die Schematherapie von Ernest Young als eine vielversprechende moderne Therapieform etabliert. Zunächst wurde diese Therapie im Hinblick auf schwer behandelbare Persönlichkeitsstörungen und andere komplexe Probleme entwickelt. Aus der Beschäftigung mit erfolglosen Therapien ist ein Ansatz entstanden, der die einseitige Betonung von Verhalten, Emotion oder Kognition aufhebt, und stattdessen die lebensgeschichtliche Entwicklung hervorhebt. Betont werden die im Entwicklungsprozess entstandenen hinderlichen Schemata, und die vorherrschenden Erlebensweisen und Bewältigungsstrategien.

 

Auch in der relativ kurzen Zeit, in der sich die Schematherapie in Deutschland ausgebreitet hat, hat sie sich weiter entwickelt. Vielfach liegt der Schwerpunkt der schematherapeutischen Arbeit mittlerweile auf der Arbeit an den „Modi“. Ein „Modus“ ist der aktuelle Zustand des Patienten, basierend auf den aktivierten Schemata. Damit lässt sich in der Therapie oft leichter arbeiten, besonders bei Patienten mit vielen Schemaaktivierungen, z.B. bei Patienten mit Borderline-Störung.

 

Ausgangspunkt der schematherapeutischen Arbeit sind biographisch verankerte Muster. Aus der Frustration von Grundbedürfnissen entstehen Bewältigungsmechanismen, die dem Kind helfen, sich emotional zu schützen. Dysfunktionale Bewältigungsstrategien lassen einen Teufelskreis entstehen, durch den die negativen Schemata bestätigt und gefestigt werden. Oft sind es dann genau diese Bewältigungsstrategien, die später zum Problem werden: die Lösungen der Kinder werden zu den Problemen der Erwachsenen. In der Schematherapie geht es nun darum, genau diese Muster nachhaltig zu bearbeiten, um dadurch endlich den Lebensfallen entkommen zu können. Für eine erfolgreiche Bewältigung müssen diese negativen „emotionalen Schemata“ und die daraus entstandenen „Bewältigungs-Modi“ aufgedeckt und verändert werden.

Das 2-tägige Einführungsseminar (Blockkurs) ist die Voraussetzung für die Teilnahme an den weiterführenden Aufbauseminaren. Es kann auch unabhängig von den Aufbauseminaren als geschlossenes Basis-Einzelseminar zum Thema Schematherapie von allen Interessierten besucht werden.

Das Einführungsseminar bietet einen Überblick über Inhalte und Methoden der Schematherapie und die Arbeit mit verschiedenen Störungsbildern. Erlebnisaktivierende Methoden wie Imagination und die Arbeit mit Stühlen werden vorgestellt und die Besonderheiten der therapeutischen Beziehung herausgearbeitet.

Inhalte der Einführung Schematherapie in Stuttgart

  • Einführung in die Grundlagen der Schematherapie
  • Darstellung der theoretischen Grundlagen, Bezüge zu nahestehenden Therapiekonzepten wie z.B. der kognitiven Verhaltenstherapie
  • Arbeit mit dem Modusmodell
  • Vorstellung zentraler schematherapeutischer Techniken wie z.B. Imagination, Stühlearbeit, Schematagebücher
  • Besonderheiten der therapeutischen Beziehung kennen lernen
  • Eigene Schemata und Modi kennen lernen

 

Methodik

  • Vermittlung von theoretischem Wissen über Kurzvorträge und Diskussion
  • Fallbesprechung
  • Demonstration von Methoden/ Techniken durch den Seminarleiter, z.T. mit Video
  • Angeleitete Übungen in Kleingruppen
  • Selbsterfahrung (z.B. beim Üben in Kleingruppen)
  • Supervision eigener Tätigkeit

Ziele

  • Die Konzepte und Behandlungselemente der Schematherapie und -beratung kennen lernen
  • Die Anwendung von erlebnisaktivierenden Methoden erproben

Zielgruppe

Die Einführung Schematherapie in Stuttgart ist für alle Interessenten geeignet, die mindestens über beratende oder therapeutische Grundqualifikationen verfügen.

 

Aufbauseminare Schematherapie

Informationen zu den Aufbauseminaren zur Einführung Schematherapie in Stuttgart finden Sie hier: Aufbauseminare Schematherapie in Stuttgart

Dozent

Bernhard Petersen
Bernhard PetersenDipl.-Psychologe

Kosten

Euro 320,-

 

Seminarzeiten

jeweils 09:00 - 18:30 Uhr

 

Fortbildungspunkte

24 (beantragt)

 

Unterrichtseinheiten

20

 

Mindestteilnehmerzahl

10 Personen

 

Veranstaltungsort

fortbildung1.de