Aufbauseminare Schematherapie in Stuttgart

  • Akkreditierung beantragt, einzeln buchbar

In den Aufbauseminaren zur Schematherapie wird praxisorientiert vermittelt, wie Schematherapie in der eigenen therapeutischen oder beratenden Arbeit eingesetzt werden kann. Die einzelnen Workshops sind auf das Einüben verschiedener Techniken ausgerichtet. Selbsterfahrung und Supervision eigener Tätigkeit nehmen einen großen Raum ein.

Voraussetzung für die Teilnahme an den Aufbauseminaren der Schematherapie in Stuttgart ist das Einführungsseminar Schematherapie. Die Methodik ist weitgehend die gleiche wie im Einführungsseminar, hinzu kommt die Supervision der Teilnehmer und ihrer eingebrachten Behandlungs- oder Beratungsfälle. Zusätzlich ist auch Einzelsupervision nach Vereinbarung möglich.

Ziele und Inhalte der Aufbauseminare Schematherapie in Stuttgart

Nach Abschluss von vier Aufbauseminaren sollen die Teilnehmer in der Lage sein, schematherapeutisch mit eigenen Klienten in der Therapie oder Beratung zu arbeiten und dadurch ihr eigenes Therapie- und Beratungsrepertoire zu erweitern. In der Selbsterfahrung lernen die Teilnehmer ihre eigenen Schemata und Bewältigungsstile kennen. Emotional aktivierende Techniken werden in der Kleingruppenarbeit erprobt und dadurch in ihrer Wirkungsweise nachvollziehbarer.

 

Workshop 1: Imagination und Schema-Memo

Imaginationsübungen sind eine besonders intensive Möglichkeit der emotionalen Schemaaktivierung. Ausgangspunkt für Imaginationsübungen sind Situationen, in denen der Patient in der Gegenwart übermäßig stark oder auffallend wenig emotional reagiert. Dies ist meist auf Schemaaktivierungen zurückzuführen. Durch Imaginationsübungen kann das dahinter stehende Kindheitserleben aktiviert werden, es fällt den Patienten dann leichter, sich von den unangemessenen Gefühlen zu distanzieren. Ergänzend kann mit Hilfe eines Rescripting auch eine korrigierende emotionale Erfahrung gemacht werden. Schema-Memos bieten die Möglichkeit, Lösungsalternativen zu verankern, und dadurch zugänglicher zu machen.

 

Inhalte/Ziele

  • Einführung und Vorstellung der Imagination, diagnostisch und therapeutische Bedeutung
  • Demonstration der Technik
  • Eine Imagination anleiten können: Übungen in Kleingruppen
  • Therapeutischer Umgang mit auftretenden Problemen bei der Imagination

 

Workshop 2: Stühle-Arbeit / Dialogübung auf mehreren Stühlen / Modusmodell

Ein weiteres zentrales Element der Schematherapie ist die Arbeit mit Stühlen. Dabei werden äußere oder innere Konflikte aufgegriffen, und die inneren Anteile (in der Sprache der Schematherapie: Modi) auf verschiede Stühle gesetzt. Ziel dieser therapeutisch geleiteten Dialogübung für den Patienten: besser verstehen können, wie Emotionen, Gedanken und Verhalten von den verschiedenen Modi beeinflusst werden, und dadurch mehr Entscheidungsfreiheit zu erlangen. Herausfordernd für den Therapeuten: geschilderte Inhalte den jeweiligen Modi zuordnen können, in das Modusmodell integrieren und therapeutisch angemessen auf die verschiedenen Modi reagieren.

 

Inhalte / Ziele

  • Einführung in den Hintergrund und die Zielsetzung der Technik
  • Demonstration der Technik durch den Kursleiter
  • Erprobung von Stühlearbeit in Kleingruppen

 

Workshop 3: die therapeutische Beziehung in der Schematherapie

Schematherapeutische Interventionen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen „Nachbeelterung“ (reparenting) auf der einen und empathischer Konfrontation auf der anderen Seite. Um mit Schemaaktivierungen in der Therapie (z.B. wenn der Patient ärgerlich reagiert) angemessen umgehen zu können bedarf es spezieller Techniken der therapeutischen Beziehungsgestaltung. Diese werden im Workshop 3 vermittelt und eingeübt.

 

Inhalte / Ziele

  • Das Konzept des Reparenting verstehen und im therapeutischen Kontakt angemessen einsetzen können
  • Empathische Konfrontation bei Schemaaktivierung im therapeutischen Prozess
  • Therapeutischer Umgang mit dem distanzierten Beschützer

 

Workshop 4: Fallkonzeption und Therapieplanung

Die Elemente einer Schematherapie entsprechen den von Grawe herausgearbeiteten Wirkfaktoren der Psychotherapie: Ressourcenaktivierung, Problemaktualisierung, Problemklärung und Problembewältigung. Um alle Techniken wirkungsvoll einsetzen zu können, bedarf es einer Fallkonzeptualisierung: relevante Schemata und Modi müssen herausgearbeitet, ein Störungsmodell als Basis für weitere Interventionen entwickelt werden. Neben der emotionalen Schemaaktivierung in der Therapiebeziehung oder durch Imagination und den korrigierenden inneren Dialogen, gibt es noch weitere Techniken wie z.B. das B-E-A-T-E-Prinzip der Verhaltensänderung, Verhaltensexperimente, Rollenspiele und das Schematagebuch. Diese Techniken werden vorgestellt, und ihre Einbettung in den Therapieprozess erläutert.

 

Inhalte / Ziele

  • Demonstration: Erarbeiten eines Modus-Fallkonzepts in der Therapie anhand von Videobeispielen oder Rollenspielen
  • Eine Fallkonzeption für die schematherapeutische Arbeit mit einem Klienten erstellen können
  • Techniken wie Schema-Tagebuch, B-E-A-T-E-Prinzip, etc. kennen lernen und anwenden können

Weitere Informationen zur Fortbildung Schematherapie in Stuttgart

Weitere Informationen wie z.B. zum Abschluss und zur Zertifizierung etc. finden Sie hier:

 

Weiterbildung Schematherapie in Stuttgart

Dozent

Bernhard Petersen
Bernhard PetersenDipl.-Psychologe

Kosten

320,- Euro je Seminar

 

Termine

Workshop 1:
Fr., 08.06. - Sa., 09.06.2018

Workshop 2:
Do., 25.10. - Fr., 26.10.2018

Workshop 3:
2019

Workshop 4:
2019

Die Workshops können einzeln gebucht werden.

 

Seminarzeiten

jeweils 09:00 - 18:30 Uhr

 

Fortbildungspunkte

24 je Seminar

 

Unterrichtseinheiten

20 je Seminar

 

Mindestteilnehmerzahl

10 Personen

 

Veranstaltungsort

fortbildung1.de

 

Voraussetzung

Teilnahme am Einführungsseminar Schematherapie