Weiterbildung in Kunsttherapie

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder,
sondern Kunst macht sichtbar.“ (Paul Klee)

 

Kunsttherapie schafft in Ausdruck und Schöpfung von objektfreien und gegenständlich-abstrakten Bildern und deren Phänomenologie tiefen Einblick und Zugang in die eigene Psyche und das Unbewusste. Durch das Hervorholen von unbewussten Seelenanteilen und das Integrieren in das Bewusstsein, das anschließende Besprechen der Bilder, kann der Mensch innerlich wachsen, wieder mehr gesunde Anteile integrieren.

Im Verständnis von Kunsttherapie geht es nicht um das fertige Werk, sondern vielmehr um den gestalterischen Prozess, der intensiv mit und im bildnerischen Medium arbeitet. Er reflektiert und konfrontiert uns mit Fragen, Blockaden und Problemen. Er spiegelt Suchen, Ressourcen und Lösungen wieder und unterstützt beim Überwinden von Blockaden. Durch eine Weiterbildung in Kunsttherapie kann das Gestalten von Bildern auch als kommunikative Brücke eingesetzt werden, wenn dem Klienten die Worte fehlen.

 

Ziele

Die Weiterbildung in Kunsttherapie vermittelt den TeilnehmerInnen mit dem Erlernen von theoretischem und methodischem Arbeiten unter Einsatz von kunsttherapeutischen Mitteln ein Repertoire an Methodenvielfalt.

In Theorie, Selbsterfahrungen, Settings und Supervisionen wird eine neue berufliche und persönliche Kompetenz ermöglicht und somit eine zusätzliche Perspektive im eigenen Beruf geschaffen.

 

Zielgruppe

Psychologen, Heilpädagogen, Ergotherapeuten, Heilpraktiker, Pädagogen im Erwachsenenbereich und alle im Sozialbereich Tätigen, die kreativ, beratend und/oder psychotherapeutisch mit Klienten oder Patienten arbeiten wollen und durch eine Weiterbildung in Kunsttherapie diese in ihr bisheriges Berufsfeld integrieren möchten.

Methodik

  • Vermittlung von theoretischem Wissen in unterschiedlichen Themenbereichen
  • Selbsterfahrung im Gestalten von gegenständlich/abstrakten und objektfreien Bildern nach vorgegebenen Themen
  • Demonstration von Methoden/ Techniken in einem Setting mit einem TeilnehmerIn
  • Übung der TeilnehmerInnen mit eigenen Bildern
  • Vermittlung des Einsatzes der Methode
  • Gruppensupervisionen ab dem 8. Workshop


Voraussetzungen

  • Interesse künstlerische und psychologische Selbsterfahrungen zu sammeln
  • Stabile Gesundheit und psychische Eigenverantwortung
  • Mindestalter 21 Jahre


Material

Ölmalkreiden, Temperafarben, Ton, Kohle, Packpapier, Papier verschiedener Größen, Bildvorlagen, Pinsel etc.

 

Inhalte der Weiterbildung Kunsttherapie


Grundausbildung (Workshop 1 - 5)

Zunächst wird eine Basis für das Gestalten von gegenständlich-abstrakten und objektfreien Bildern vermittelt. Der ganzheitliche Ansatz sowie die Grundsätze nach Carl Rogers finden hier Anwendung.

 

Schwerpunkte

  • Entwicklung der eigenen bildnerischen Ausdrucksmöglichkeit
  • Vermittlung von theoretischen Fachkenntnissen
  • Vermittlung von Einsatz der kunsttherapeutischen Methoden in der Praxis
  • Erwerb von kunsttherapeutischen Grundlagenkompetenzen (formale und inhaltliche Bildanalyse)
  • Schulung der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit und der Selbstreflexion
  • Vermittlung der klientenzentrierten Grundhaltung und Gesprächsführung nach Carl Rogers
  • Schulung der Ressourcenarbeit
  • Schulung der Gruppendynamik
  • Erlernen zur Fähigkeit von kunsttherapeutischen Interventionen in Settings


Workshop 1

Die gegenständliche Collage
Einstieg in die Kunsttherapie

Gruppenarbeit mit gegenständlichen Bildern
Der Baum als Ich-Symbol in der Gruppe


Workshop 2

Das gegenständliche Bild als Ressource
Ressourcen erkennen in Bildern

Rezeptive Kunsttherapie
Arbeit mit geistig und körperlich Behinderten


Workshop 3

Das gegenständliche Körperbild
Wie sich der Klient im Körper sieht

Selbstbild und Maske
Sich zeigen und gesehen werden

 

Workshop 4

Symbole im Lebenslauf
Wo steht der Klient im Leben?


Workshop 5

Themenorientierte Arbeit mit Märchen
Märchen als Botschaft für das Leben

 

Biografiearbeit (Workshop 6 - 9)

In diesen Workshops wird biografisch, analytisch, ziel- und lösungsorientiert gearbeitet. Die Aufarbeitung von eigenen konfliktbeladenen Themen steht hier im Vordergrund.


Schwerpunkte

  • Biografisches und analytisches Arbeiten nach Eric Berne (Transaktionsanalyse)
  • Vermittlung von Kenntnissen und Anwendung weiterer Interventionstechniken
  • Vermittlung von weiteren theoretischen Fachkenntnissen
  • Aufarbeitung von konfliktbeladenen Themen
  • Weitere Schulung von therapeutischer Kompetenz
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit
  • Problem-, lösungs- und zielorientiertes Arbeiten


Workshop 6

Lebensskriptanalyse 1

  • Kennenlernen des eigenen Lebensplans
  • Herausarbeiten von Skriptsätzen

Workshop 7

Lebensskriptanalyse 2

  • Erarbeiten der eigenen Lebensskriptmatrix
  • Von den Bannbotschaften zu den Erlaubnissen

Workshop 8

Lebensskriptanalyse 3

  • Wie sich positive Glaubenssätze entwickeln lassen
  • Wie sich Ziele im Leben verwirklichen lassen


Workshop 9

Familienkonstellation aus Ton

  • Wo ein Klient seine Beziehungsmuster gelernt hat
  • Innere Ordnung in der Herkunftsfamilie herstellen

 

Psychopathologie (Workshop 10 - 12)

Im Vordergrund steht in diesen Workshops die kunsttherapeutische Arbeit im Bereich der Psychopathologie.

 

Schwerpunkte

  • Objektfreies Gestalten von Bildern in Verbindung mit der Psychologie
  • Vermittlung weiterer Interventionstechniken
  • Vermittlung von theoretischen Kenntnissen über die Psychopathologie und die daraus folgende Anwendung im klinischen Bereich
  • Erlernen des begleiteten Malens bei psychischen Störungen
  • Weitere Schulung von therapeutischer Kompetenz
  • Einblick und Erfahrung in psychopathologischen Zusammenhängen

Workshop 10

Grundformen der Angst

  • Ängste verstehen und damit arbeiten
  • Begleitetes Malen bei Ängsten und Zwängen


Workshop 11

Objektfreies Psychogramm

  • Egogramm – Matergramm – Patergramm – Heterogramm
  • Beziehungsprobleme und Konflikte besser verstehen


Workshop 12

Der psychische Schatten im gegenständlichen Bild

  • Licht ins Dunkel bringen
  • Erkennen des eigenen Schattenaspektes

Gruppensupervisionen

Bei den Supervisionen wird die Praxiserfahrung der Teilnehmenden besprochen.

 

Abschlussvoraussetzungen für die Weiterbildung in Kunsttherapie 

Kontinuierliche Teilnahme an den einzelnen Kursbausteinen und den Gruppensupervisionen (i.d.R. Nachweis von mindestens 80% Anwesenheit).


Abschluss

Zertifikat „Kunsttherapeutische/r Berater/in“.

 

Wenn die Abschlussvoraussetzungen für die Weiterbildung in Kunsttherapie nicht erfüllt sind, erhält der TeilnehmerIn eine Teilnahmebescheinigung.

Dozentin

Petra Obermeier
Petra ObermeierKunsttherapeutin

Kosten

Euro 3.735,- (monatliche Ratenzahlung ohne Aufpreis möglich).

Supervision inklusive!

Materialkosten: Euro 120,-

 

Termine

Sa., 09.02. – So., 10.02.2019

Sa., 16.03. – So., 17.03.2019

Sa., 06.04. – So., 07.04.2019

Sa., 25.05. – So., 26.05.2019 

Sa., 13.07. – So., 14.07.2019

Sa., 28.09. – So., 29.09.2019 

Sa., 26.10. – So., 27.10.2019

Sa., 30.11. – So., 01.12.2019

Sa., 11.01. – So., 12.01.2020

Sa., 08.02. – So., 09.02.2020

Sa., 14.03. – So., 15.03.2020

Sa., 30.05. – So., 31.05.2020              

Gruppensupervisionen ab Workshop 8

Fr., 29.11.2019

Fr., 10.01.2020

Fr., 07.02.2020

Fr., 13.03.2020

Fr., 29.05.2020

Seminarzeiten

jeweils 10:00 - 17:00 Uhr

Seminarzeiten Gruppensupervision
jeweils 15:00 - 18:00 Uhr

 

Unterrichtseinheiten

192 UE + 20 Gruppensupervisionsstunden (UE)

 

Mindestteilnehmerzahl

8 Personen

 

Veranstaltungsort

fortbildung1.de

 

Hinweis

Kostenlose Informationsgespräche möglich!