Fortbildung Kunsttherapie Stuttgart

Fortbildung Kunsttherapie Stuttgart


Weiterbildung in Kunsttherapie

Geht man davon aus, dass der gestalterische Ausdruck im Menschen angelegt ist und Schöpfertum zu seinen Grundbedürfnissen zählt, dann dienen die vielseitigen therapeutischen Methoden und Techniken der Kunsttherapie dazu, eben diese schöpferischen und kreativen Ressourcen von PatientInnen und KlientInnen - unabhängig von ihrer Krankheit -, bzw. generell von Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden - zu aktivieren. Anders gesagt, können Kunsttherapeuten und Kunsttherapeutinnen Erwachsenen wie auch Kindern helfen, durch den "Emotionsträger Bild" eigene unbewusste Seeleninhalte ins Bewusstsein zu bringen und zu heilen.

Die Kunsttherapie lässt sich in allen Situationen einsetzen, die in der Arbeit von BeraterInnen, PädagogInnen und PsychotherapeutInnen auftreten können.

 

Was versteht man unter Kunsttherapie?

Der DFKGT e. V., der Deutsche Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie, definiert Kunsttherapie als "eine Fachrichtung der, Künstlerischen Therapien' (neben Musik-, Tanz-, Theatertherapie u.a.), […] die die Fähigkeit des Menschen fördert, seine Umwelt unmittelbar über die Sinne wahrzunehmen und zu begreifen. Kunsttherapeutische Vorgehensweisen orientieren sich unter anderem an tiefenpsychologischen, verhaltenstherapeutisch-lerntheoretischen, systemischen, anthroposophischen und ganzheitlich-humanistischen Ansätzen." (Quelle: (c) DFKGT e.V.)

 

Ursprünge der Kunsttherapie

Die Kunsttherapie ist eine noch junge kreative, therapeutische Disziplin, die sich Mitte des 20. Jahrhunderts aus zwei Entwicklungsströmungen, unter anderem der anthroposophischen Menschenkunde nach Rudolf Steiner sowie der Erforschung der "Bildhaftigkeit des Unbewussten" durch Carl Gustav Jung, entwickelt hat. Heute gilt die Kunsttherapie, auch Gestaltungstherapie genannt - nicht zu verwechseln mit Gestalt-Therapie - als eigenständige Therapieform, die verschiedene therapeutische Schulen integriert.

 

Kunsttherapie: Die Auseinandersetzung zwischen inneren Bildern und ihrem Bezug zur Wirklichkeit

"Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen." Bezugnehmend auf dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe übernimmt die Kunsttherapie, vereinfacht gesagt, eine "Vermittlerrolle" in der Beziehung zwischen PatientIn und KunsttherapeutIn. Durch den künstlerisch-schöpferischen Prozess der Gestaltung eines Bildes, genauer durch das Malen, kann die PatientIn innere und äußere Bilder sowie ihre Weltsicht ausdrücken und gleichzeitig mit den Mitteln nonverbaler Kommunikation und Interaktion mit der KunsttherapeutIn, ihre Wahrnehmungsfähigkeit stärken und Bewältigungsstrategien entwickeln.

 

Arbeitsfelder für KunsttherapeutInnen

Die Weiterbildung zur KunsttherapeutIn bzw. GestaltungstherapeutIn richtet sich gezielt an Personen, die psychotherapeutisch, kreativ und beratend mit KlientInnen und/oder PatientInnen arbeiten möchten. Dazu zählen unter anderem HeilpraktikerInnen, HeilpädagogInnen, PädagogInnen im Erwachsenenbereich, ErgotherapeutInnen, PsychologInnen. Die einzigen Voraussetzungen für die Teilnahme an der Ausbildung bei fortbildung1.de sind:

  • Selbsterfahrungen im künstlerischen und psychologischen Bereich sammeln zu wollen,
  • psychische Eigenverantwortung und gesundheitliche Stabilität sowie
  • die Vollendung des 21. Lebensjahres.

Einsatzbereiche kunsttherapeutischen Handelns

Kunsttherapeutisches Arbeiten kann sinnvoll eingesetzt werden, um PatientInnen und KlientInnen aller Altersstufen und Erkrankungsformen in

  • der Verarbeitung von (schweren) Krankheiten
  • dem Heilungsprozess
  • bei der Eigenwahrnehmung
  • zur Aktivierung neuer Lebensfreude
  • zur Verarbeitung eigener Lebensthemen
  • zur Konfliktlösung in Beziehungen
  • bei psychosomatischen Erkrankungen
  • bei psychischen Störungen
zu unterstützen.

Weiterbildung in Kunsttherapie bei fortbildung1.de: Inhalte

In insgesamt zwölf Workshops, zusammengefasst unter drei Schwerpunkten, bearbeiten die angehenden KunsttherapeutInnen eigene konfliktbeladene Themen und erwerben dabei theoretische Fachkenntnisse, Methodenwissen und praktische Grundlagenkompetenzen in Form von:

  • Selbsterfahrung - eigene Wahrnehmung und Selbstreflexion
  • Interventionstechniken in Therapieumgebungen (sogenannten Settings) sowie
  • Supervisionen.

Übersicht über die Inhalte der Weiterbildung in Kunsttherapie

  • Workshop 1-5: Vermittlung von Grundlagen unter Einbeziehung des ganzheitlichen, anthroposophischen Ansatzes sowie der klientenzentrierten Grundsätze nach Carl Rogers.
  • Workshop 6-9: In den Workshops im Rahmen der "Biografiearbeit" arbeiten die angehenden KunsttherapeutInnen eigene konfliktbeladene Themen auf.
  • Workshop 10-12: Die drei letzten Workshops im Rahmen der Ausbildung zur Kunst- bzw. GestaltungstherapeutIn beinhalten den Erwerb von (theoretischen) Kenntnissen über die Psychopathologie sowie weiterer Interventionstechniken.
  • Im Rahmen der Gruppen-Supervisionen, die ab Workshop 8 (Lebensskriptanalyse 3) stattfinden werden, besprechen die TeilnehmerInnen ihre Praxiserfahrungen.
Die Weiterbildung in Kunsttherapie findet über zwölf Wochenenden (samstags und sonntags), jeweils von 10 Uhr bis 17 Uhr statt. Die Gruppen-Supervisionen an fünf Freitagen, jeweils von 15 Uhr bis 18 Uhr.

Sie möchten eine Fortbildung im Bereich Kunsttherapie machen?

Dozentin

Petra Obermeier
Petra Obermeier Kunsttherapeutin