"Änderungen finden von selbst statt. Wenn man tiefer in sich hineingeht, in das was man ist, wenn man annimmt, was da ist, dann ereignet sich der Wandel von selbst. Das ist das Paradoxe des Wandels." (Fritz Perls)
Gestalttherapie ist vor allem eine dialogische Methode. Danach sind GestalttherapeutInnen "partnerschaftliche BegleiterInnen ihrer KlientInnen, die diesen als persönlich erkennbare, emotional resonanzfähige, engagierte und unabhängige Menschen gegenübertreten und sich nicht hinter der Rolle der besserwissenden ExpertInnen und mächtigen PsychotechnikerInnen verschanzen" (F.-M. Staemmler).Sie verfügt heute auf der Basis eines ganzheitlichen Menschenbildes über ein tiefgreifendes und differenziertes Verständnis des (therapeutischen) Prozesses menschlicher Veränderung und der für ihn förderlichen Bedingungen. Gleichzeitig kann sie diesen Veränderungsprozess in einer erlebensnahen Sprache klar und einfach beschreiben. Gestalttherapie ist sowohl eine eigenständig, tiefenpsychologisch und humanistisch fundierte Psychotherapiemethode als auch ein Instrument, um in beratenden und pädagogischen Arbeitsfeldern Veränderungs- und Wachstumsprozesse zu initiieren. Ihr Verständnis ist unabhängig vom jeweiligen Inhalt der aktuellen Problematik des Klienten/der Klientin also unabhängig davon, ob jemand sich gerade von Depressionen befreit, Kontaktschwierigkeiten löst oder psychosomatischen Störungen bewältigt. Es bezieht sich grundsätzlich darauf, wie Veränderung vor sich geht und lässt das Wesentliche daran deutlich werden. Die Gestalttherapie ist auf alle Situationen anwendbar, mit denen BeraterInnen und PsychotherapeutInnen konfrontiert werden.