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Achtsamkeitstraining und akzeptanzorientierte Techniken in Psychotherapie und Beratung
Achtsamkeit gilt heute in vielen psychotherapeutischen Strömungen, besonders aber in den neuen akzeptanzorientierten Verfahren der Verhaltenstherapie (ACT, MBCT, MCT) als wichtige Ressource im Umgang mit belastenden Ereignissen, störenden Gedanken, turbulenten Gefühlen oder quälenden Symptomen. Achtsamkeit dient dabei der Verbesserung der emotionalen Regulationsfähigkeit, der Distanzierungsfähigkeit von Grübeln und Sorgen, der Verbesserung von Gefühlswahrnehmung und dem Abbau von Meideverhalten.
Das Achtsamkeitstraining als Behandlungskomponente wird deshalb bei zahlreichen seelischen und chronischen Erkrankungen angewendet, so in der Therapie von emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen, in der Behandlung von ADHS oder neuerdings auch in der Behandlung des komplexen chronischen Tinnitus.
Ganz im Mittelpunkt steht das Achtsamkeitstraining bei der "Mindfulness based stress reduction" (MBSR), die ein breites Indikationsgebiet im Bereich primärer und sekundärer Stresserkrankungen hat. Neben der klinischen Wirksamkeit zeigt Achtsamkeit dabei positive Effekte auf die Beziehungsqualität und dient der Prävention depressiver Erkrankungen.
Nicht zuletzt ist Achtsamkeit wesentlicher Bestandteil einer Lebenskunst, die universelle Werte wie Weisheit, Vertrauen und Mitgefühl fokussiert. Der amerikanische Verhaltensmediziner Jon Kabat-Zinn hat Achtsamkeit deshalb eine "Universalgrammatik" genannt. Immer - als Therapiekomponente oder als Lebenskunst - geht Achtsamkeit eine enge Verbindung ein mit dem, was man Akzeptanz nennt.
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